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  • Mitreißend!

    Von: Nikaschwarze Datum: 9. Januar 2019

    Ich finde das Buch sehr interessant geschrieben. Zero und Black Out waren ebenfalls lehrreich sowie spannend.
    Es bereitet mir sehr viel Spaß die Werke zu lesen!

  • Wieder ein erschreckender Wissenschaftsthriller

    Von: black nd beautiful Datum: 26. Dezember 2018

    Auf Marc Elsberg wurde ich aufmerksam, weil mir mein Schwiegervater in spe sein Buch Blackout empfohlen hatte, welches mich absolut begeisterte. Dementsprechend war klar, dass ich auch sein neuestes Werk wieder lesen muss und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

    Zunächst fällt auf, dass das Buch in Tage und innerhalb dieser in Kapitel aufgeteilt ist. Dabei steht aber nicht einfach Tag eins, sondern „am ersten Tag“, was doch sehr stark an die Schöpfungsgeschichte erinnert und dementsprechend zu der Thematik des Buches passt. Denn oft heißt es doch, dass die Veränderung der Gene ein Gott-Spielen der Menschen sei.
    Schon im ersten Kapitel steigt man direkt in die Handlung ein, denn wir befinden uns auf einem Kongress, zu einem Zeitpunkt, als der US-Außenminister schon tot auf dem Boden liegt und der Vorfall entsprechende Reaktionen seiner Mitarbeiter und der Anwesenden hervorruft. Hier lernen wir auch die Protagonistin Jessica kennen, eines der Stabsmitglieder vor Ort. Ihr wird im Folgenden die Leitung der Sondereinheit zur Ermittlung in dem Mord zugeteilt, sodass wir sie durch das ganze Buch begleiten.
    Daraufhin lernen wir auch die anderen, im Klappentext erwähnten Handlungsstränge kennen: Ein Mitarbeiter eines Lebensmittelkonzerns entdeckt in Tansania Mais, dem Schädlinge und Dürre nichts anhaben können. Dies meldet er Helge, dem Vorstandsvorsitzenden von „Santira“, einem Chemie- und Biotechkonzern. Dort sind auch bereits die ähnlichen Fälle von resistenten Ziegen in Indonesien und Sojapflanzen in Brasilien bekannt. Der Vorstand sieht sein Geschäft bedroht und so beginnen sie damit eigenmächtige Ermittlungen anzustellen.
    Als drittes haben wir noch Greg und Helen, die vom Arzt der Kinderwunschklinik ein Angebot bekommen, das sie zunächst für einen schlechten Scherz halten. Als sie jedoch zu der geheimen Forschungseinrichtung „New Garden“ gebracht werden, wird ihnen schnell klar, dass die versprochenen Wunderkinder sehr wohl real sind.
    Solche Wunderkinder sind auch Jill und Eugene, genau genommen sind sie sogar die ersten ihrer Art und Jill ist besagtes Kind das verschwindet. Doch auch Eugene scheint irgendwie mit allem zusammenzuhängen.
    Stück für Stück führt der Autor den Leser über die verschiedenen Handlungsstränge an die Wahrheit heran und lässt einem langsam klar werden, wie alles zusammenhängt. Dabei verfolgt jeder Charakter seine ganz eigenen Ziele und so wird die ganze Thematik von verschiedensten Seiten bleuchtet. Vor allem „New Garden“ und die dort betriebenen Forschungen scheinen hierbei eine Schlüsselrolle zu spielen. Es ist aber nicht das Rätselraten der spannungsgebende Faktor, sondern viel mehr das Mitfiebern wie am Ende alles ausgeht.
    Wieder einmal schafft es der Autor, die komplizierten wissenschaftlichen Aspekte gekonnt in die Handlung einzubinden und so zu erklären, dass auch Leser ohne Hintergrundwissen alles verstehen können. Hier muss man aber ganz klar sagen, dass ein gewisses Grundinteresse für Gentechnik schon vorhanden sein sollte, da sie eine große Rolle spielt. Wer sich damit also so gar nicht auseinandersetzen möchte, wird davon vermutlich schnell genervt sein. Ist man dazu jedoch bereit, bekommt man eine gleichermaßen spannende wie erschreckende Geschichte geliefert.
    Auch dieses Werk des Autors führt uns wieder vor Augen wie sehr wir gewisse wissenschaftliche Themen unterschätzen und welche Gefahren und Möglichkeiten von diesen ausgehen. Dabei überlässt er es jedoch dem Leser sich damit zu befassen wie viel davon wirklich der Wahrheit entspricht. Durch bereits vorhandenes Hintergrundwissen war mir bei vielen Dingen klar, dass das keineswegs überspitzte Darstellungen waren um den Effekt der Story zu verstärken. Bei anderen Aspekten war ich mir selbst nicht sicher, mit ein wenig Recherche kann man sich hier aber ganz leicht ein Bild machen.
    Klar ist, dass die Darstellungen durchaus an manchen Stellen etwas überzogen werden, um die Message dahinter zu verdeutlichen. So waren mir zum Beispiel Kinder, die aus dem Stand über einen Erwachsenen springen, doch etwas too much. Dass die Kinder aber höchst intelligent sind und optisch aufgebessert wurden, ist durchaus sehr realitätsnah.
    Was mich etwas gestört hat, ist, dass der Leser bei manchen (sehr wenigen) Dingen am Ende allein gelassen wurde. Zum Beispiel das im Klappentext erwähnte seltsame Zeichen auf dem Herzen. Was hat es damit auf sich? War es nur dazu da, dass klar ist, dass es sich um einen Anschlag handelte? Man weiß es nicht. Oder beim Showdown am Ende gibt es eine Szene, wo einem der Charaktere etwas passiert. Welche Auswirkungen das letztendlich hat, bleibt aber vollständig offen.
    Auch insgesamt ist das Ende doch sehr offen gehalten, was mich aber nicht stört, denn Elsberg regt die Fantasie seiner Leser noch ein letztes Mal an, indem er nur andeutet wie sich nach den Geschehnissen alles weiterentwickeln könnte. Natürlich spielt dabei auch die Frage eine Rolle, wie Regierungen mit den gemachten Entdeckungen umgehen könnten.
    Alles in allem hat der Autor wieder einen äußerst spannenden wissenschaftlichen Roman abgeliefert, der den Leser bei einem schwierigen Thema an die Hand nimmt und ihm so ein besseres Bewusstsein dafür gibt. Man wird zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt, gleichzeitig aber auch gut unterhalten. Und genau darin liegt die Stärke des Buches und der Ursprung der durchweg vorhandenen Spannung.
    Was man jedoch nicht erwarten darf, ist ein typischer Thriller und Protagonisten mit denen man mitfiebern und mitfühlen kann. Diese Erwartungen würden letztendlich nicht erfüllt werden, sind meiner Meinung nach für diese Art von Roman aber auch nicht angebracht.

  • Sehr erschreckendes Szenario, das fast schon Realität ist.

    Von: Claudis Gedankenwelt Datum: 6. Dezember 2018

    Alles beginnt mit dem Tod des Außenministers und dem seltsamen Zeichen auf seinem Herzen. Jessica ist als Stabsmitarbeiterin in die Ermittlungen involviert und man bekommt zunächst mit, wie sie nach und nach immer tiefer in die Geschichte hinein gerät. Immer wieder tun sich Aspekte auf, die Jessica veranlassen außerplanmäßig zu arbeiten, da diese Dinge keinen Aufschub dulden.

    Dabei wirkt Jessica oft unsympathisch, weil sie weder ihre Kinder richtig zu vermissen scheint, noch nachvollziehen kann warum ihr Mann eigentlich enttäuscht ist über ihr Verhalten. Sie scheint einfach nur an sich zu denken in dieser Situation. Hier hätte ich von einer zweifachen Mutter und Ehefrau etwas mehr Einfühlungsvermögen erwartet.

    In einem parallelen Erzählstrang lernt der Leser Helen und Greg kennen, die verzweifelt versuchen ein Kind zu bekommen. Doch dies ist den beiden auf natürlichen Wege nicht vergönnt. Deshalb gehen sie in eine Kinderwunschklinik, die jedoch ein Geheimnis birgt. Denn hier in Kalifornien werden “Designerkinder” in einem Forschungsprogramm hervorgebracht. Doch werden Helen und Greg oder die anderen Paare vor Ort sich wirklich ein “besonderes” Kind einsetzen lassen?

    In Tansania entdecken die Forscher zur gleichen Zeit Maispflanzen, die gegen den Armyworm resistent sind. Doch wie ist das möglich? Und wie können sich die armen Bauern dieses besondere Mittel leisten um die Pflanzen so besonders zu machen, denn die Pflanzen weisen noch mehr Merkmale auf.

    Diese Handlungsstränge laufen eine lange Zeit parallel zueinander und ich habe mich an einigen Stellen gefragt wann und wie Marc Elsberg sie zusammen bringen wird. Dies ist genau das, was seine Bücher auszeichnet. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise in ganz verschiedene Welten, die aber dann einen großen übergeordneten Zusammenhang haben. Deshalb dauerte es auch bei mir wieder ein wenig bis ich in der Geschichte richtig angekommen war. In kurzen Kapiteln switcht der Autor zwischen den Protagonisten hin und her und es gelingt ihm dabei nach und nach Spannung aufzubauen.

    Das Thema Genmanipulation ist sehr komplex und erschreckend. Marc Elsberg hat sich sehr bemüht alles so zu erklären, dass man es gut verstehen und nachvollziehen kann was genau geschehen ist. Aus diesem Grund gab es auch ein paar Längen im Text, die überwiegend durch erklärende Dialoge entstanden. Doch diese Dialoge waren sehr wichtig um zu begreifen worum es genau geht in “Helix”. Und ich finde es ist gelungen trotz der Komplexität des Themas, dass ich ein wenig mehr aus dem Bereich der Gentechnik verstanden habe.

    Ab dem Moment, wenn alles sich zusammenfügt und die Protagonisten aufeinander treffen, baut Marc Elsberg die Spannung kontinuierlich weiter aus. Denn die Möglichkeiten im Bereich der Gentechnik sind heute schon erschreckender als ich es je für möglich gehalten hätte. Wenn ich mir aber vor Augen halte, dass Klonschaf Dolly bereits 1996 das Licht der Welt erblickte, dann ist klar, dass die Forschung danach nicht aufgehört hat. Und in 22 Jahren haben sich zahlreiche Möglichkeiten aufgetan. Zwar ist die Forschung an Embrionen verboten, aber wir alle wisse, dass sich da wohl nicht alle dran halten. Und erst im Januar 2018 haben die ersten chinesischen Forscher Affen geklont. Diese sind den Menschen ja genetisch sehr nahe.

    Ich persönlich finde es beängstigend, wie weit der Mensch in die natürlichen Abläufe eingreift. Natürlich ist es wichtig Krankheiten zu heilen und den Menschen mit Unterstützung durch Technologie zu helfen. Doch alles sollte der Mensch wirklich nicht manipulieren finde ich.

    Fazit:

    Wie weit ist die Forschung tatsächlich? Was würde geschehen, wenn es plötzlich genetisch optimierte Kinder gäbe, deren Fähigkeiten die unseren weit übersteigen? Das alles erfahrt ihr in diesem spannenden Thriller aus der Feder von Marc Elsberg.

    Ein Thriller über den man noch lange nachdenkt, nachdem man das Buch beendet hat!

  • „Helix – Sie werden uns ersetzen“ ist letztendlich ein unterdurchschnittlich guter Thriller geworden, der mit spannender Grundthematik punkten kann, sonst aber zu viel falsch macht, um ein lesenswertes Buch zu sein.

    Von: hellomymedia Datum: 16. August 2018

    Marc Elsberg ist ein deutscher Autor, der bekannt ist durch seine Wirtschaftsthriller. Sein Debütroman „Blackout“ brach nicht nur hierzulande Rekorde, sondern ist auch international erfolgreich. Bisher habe ich nur „Zero – Sie wissen, was du tust“ gelesen und für gut befunden. Ein spannendes Thema wurde in einem smarten Umfeld gelungen umgesetzt. Deshalb bin ich mit einer nicht niedrigen Erwartungshaltung an sein neuestes Werk herangegangen und habe es im Dezember 2017 begonnen – weshalb die dazugehörige Buchbesprechung erst jetzt erscheint und mehr, in der folgenden Rezension.

    Helix – Sie werden uns ersetzen
    Helix, D 2016, 648 Seiten

    Thriller | Science-Fiction

    Autor:
    Marc Elsberg

    Verlag:
    Blanvalet Verlag

    ISBN:
    978-3764505646

    Das große Problem, welches ich mit dem Buch hatte, war, dass es mich nicht dauerhaft packen konnte. Trotz verschiedenen, zweifelsohne spannenden Szenarien, die sich am Ende ineinander verweben, schaffte der Autor es nicht, meine Aufmerksamkeit über längere Strecken hinweg am Ball zu behalten. Dabei spreche ich nicht von einer Leseflaute meinerseits, da ich zwischen den Leseabschnitte lange Zeitintervalle verstreichen ließ, um danach das Buch dann eventuell genießen zu können. In den neun Monaten, die ich dann aber letztendlich gebraucht habe, „Helix“ zu beenden, hatte ich bei der Lektüre keinen Lesegenuss, sondern war froh darüber, dass ich das Buch endlich beenden konnte. Und das darf bei einem guten Thriller nicht so sein.

    Gentechnologie, Bioterrorismus, Wunschkinder – das alles sind Aspekte, die genug interessant sind, eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte zu erzählen. Zunächst war das Buch auch spannend. Man hat sich selbst in einem moralischen Konflikt wiedergesehen, ob die „Erstellung“ von Wunschkindern sein darf oder nicht. Uns wurden Ehepaare vorgestellt, die sich genau mit eben dieser Frage auseinandersetzen. So weit, so gut.

    Mit der Zeit jedoch entfernt sich der Autor mit seiner Handlung von diesen technischen, interessanten Themengebieten, und erzählt eine hanebüchene, absurde Fantasy-Geschichte, die zunehmend in eine belanglose Verfolgungsjagd ausartet.

    Zudem gab es in dem gesamten Szenario keine Figur, mit der ich mich wirklich identifizieren konnte. Man lernt zwar einige Personen näher kennen, aber charakterliche Tiefe wurde keinem von ihnen tatsächlich verliehen. Das verhindert ein sachlicher und neutraler Schreibstil, der zwar für technische Informationstexte, jedoch nicht für eine Geschichte förderlich ist, in welcher mit moralischen Auseinandersetzungen und Folgen der Forschung auf die Menschheit hantiert wird.

    Es gab sogar einige wenige Figuren, die mich in der Handlung tatsächlich gestört haben. Da ist zunächst die Präsidentin, die in dem Buch auf den Plan tritt. Sie verhält sich über große Strecken hinweg überaus unprofessionell, hysterisch und rachsüchtig. So stelle ich mir keine Politikerin in Führungsposition vor. Auch eine der Protagonisten, eine Stabsmitarbeiterin namens Jessica Roberts, stieß bei mir durch ihre ichbezogene, launenhafte Haltung auf Abneigung.

    Zwar gewinnt die Geschichte in den letzten hundert Seiten an Fahrt, jedoch ist dies ein Handlungsstrang, der austauschbar erscheint. Eine Verfolgungsjagd über den Globus, das ist wirklich eine Sache, die man schon mehr als einmal in Thrillern gesehen hat. Wenn man schon mit einer besonderen Thematik und einem etwas anderen Szenario punkten möchte, dann sollte man das meiner Meinung nach auch bis zum Ende durchziehen. So verläuft sich ein interessanter Plot in Belanglosigkeit.

    Wenn man mich nach Beendigung der Lektüre fragt, ob ich „Helix“ weiterempfehlen kann, dann muss ich ehrlicherweise antworten, dass mich Autor Marc Elsberg mit diesem Werk eher abgeschreckt hat. Alleine die Tatsache, dass ich für dieses Buch neun Monate gebraucht habe, spricht in diesem Zusammenhang schon Bände. Daher gibt es in dieser Rezension von mir keine Leseempfehlung für vorliegende Lektüre.

    „Helix – Sie werden uns ersetzen“ ist letztendlich ein unterdurchschnittlich guter Thriller geworden, der mit spannender Grundthematik punkten kann, sonst aber zu viel falsch macht, um ein lesenswertes Buch zu sein.

    Deshalb vergebe ich zwei von fünf möglichen Sternen.

  • Interessante Zukunftsvision mit Längen

    Von: Die Wortspielerin Datum: 3. August 2018

    Nachdem ich von Marc Elsberg bereits »Blackout« mit großer Begeisterung gelesen habe und von »Zero« immerhin noch sehr angetan war, wollte ich natürlich auch sein drittes Buch »Helix – Sie werden uns ersetzen« nicht verpassen.
    Doch kaum war es da, lag es auf dem Bücherstapel und mir fehlte irgendwie die Lust, es endlich anzufangen. Wieso eigentlich?
    Der Klappentext klingt doch schon mal spannend und berichtet vom plötzlichen Tod des amerikanischen Außenministers, bei dessen Obduktion dann ein seltsames Zeichen auf seinem Herzen gefunden wird.
    Sofort betraut die US-Präsidentin eine Sondereinheit unter der Leitung von Jessica Roberts mit den Ermittlungen, bei der man Genmanipulationen auf die Spur kommt, die eigentlich noch gar nicht möglich sein dürften …
    Zur selben Zeit werden in Tansania Maispflanzen entdeckt, die resistent gegen den grassierenden Armyworm zu sein scheinen und auch noch einige andere seltsame Merkmale aufweisen.
    Außerdem verfolgen wir noch das Paar Helen und Greg Cole, die schon seit längerer Zeit erfolglos versuchen, ein Kind zu bekommen, und denen man in der Kinderwunschklinik ein unerwartetes und unerhörtes Angebot macht.
    Am Anfang sind diese drei Handlungsstränge noch sehr spannend zu verfolgen, aber im Laufe der Zeit hat sich Marc Elsberg meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr verzettelt, was leider auf Kosten des Tempos ging. In der zweiten Buchhälfte habe ich zahlreiche der ausufernden Dialoge einfach übersprungen, die mir schlichtweg zu zäh waren, weil ich nur noch wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht, und mir die ganzen zweifellos gut recherchierten und fundierten Fachbegriffe für einen Roman, mit dem ich mich entspannen wollte, schlichtweg zu viel waren.
    Somit fällt mein Fazit leider auch nicht so berauschend aus. »Helix – Sie werden uns ersetzen« ist keinesfalls ein schlechtes Buch und behandelt ein wichtiges und heute mehr denn je relevantes Thema, aber für mich hätten es ruhig 150 Seiten weniger sein können, um den Spannungsbogen zu halten, der leider irgendwann deutlich abflachte, sodass mich selbst das fulminanten Ende nicht mehr so richtig packen konnte.

  • Helix – Sie werden uns ersetzen

    Von: Nicole Plath Datum: 1. Juli 2018

    Der US-Außenminister ist zu einem Staatsbesuch in Deutschland. Als er während einer Rede leblos zu Boden geht, ahnt noch niemand, dass die Welt, wie man sie kennt, sich verändern wird. Zeitgleich ist ein Paar in einer Kinderwunschklinik. Der Arzt erzählt ihnen von einem privaten Forschungsprogramm, welches besonders begabte Kinder verspricht. In den Ländern Brasilien, Tansania und Indien werden besondere Pflanzen und Tiere entdeckt. Mitarbeiter eines Chemiekonzerns wittern bereits das große Geld.

    Was all diese Ereignisse verbindet, wird dem Leser bald klar, und diese Antwort wirft noch mehr Fragen auf. Autor Marc Elsberg ist mit diesem Roman nah an der Realität und bringt den Leser an vielen Stellen zum Nachdenken.

    Was darf der Mensch, und welche Konsequenzen haben solche Veränderungen? „Helix – Sie werden uns ersetzen“ ist ein spannendes Buch. Ohne durch viele Fachbegriffe das Lesen zu erschweren, versteht der Leser schnell, wovon gerade die Rede ist.

    Die Hauptfiguren sind gut ausgearbeitet. Als Leser fühlt man mit den Charakteren in den jeweiligen Situationen. Das Buch liest sich schnell, wozu auch der gute Schreibstil beiträgt. Der Roman führt in eine Welt, über die der Leser nachdenken sollte. Vielleicht wird die Realität diese Geschichte eines Tages einholen, oder hat es sogar schon. Auch nach dem Lesen bleibt man mit den Gedanken noch in dem Roman.

  • Hm....

    Von: Alice Datum: 17. Mai 2018

    Hm... Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Endlich habe ich mir ein Herz gefasst und das Buch gelesen... und bin enttäuscht. Ich hatte mir mehr erwartet. Ich hatte versucht, mich nicht von negativen Rezensionen abschrecken zu lassen... aber das Buch war leider überhaupt nicht mein Fall. Schade :(

  • allmählich wurde ein großer Schuh draus

    Von: Kris Tekook Datum: 15. Januar 2018

    Die Seitenzahl hat mich zunächst "beeindruckt". Die kurz gehaltenen Kapitel helfen bei der Einteilung der Lesemenge und der Übersicht. Die inhaltliche Übersicht brauchte aber bei mir einige Zeit, bis sich Handlungsstränge logisch in den Gesamtkontext fügten, denn ich wurde anfangs mit vielen Namen, Orten und Handlungen regelrecht übermannt, deren Bedeutung sich relativ spät zu erkennen gaben, dann aber auch Sinn machten. Logiklöcher habe ich eigentlich kaum welche gesehen, ein paar Längen waren drin. Die Thematik wurde von Kapitel zu Kapitel spannend gehalten und zunehmend spannender. Die Story selbst gleichzeitig so real wie beängstigend und doch faszinierend, spielt sie doch mit den eigenen Fantasien und Träumen von regelrechten Superkräften. Genmanipulation hieft diese Fantasien auf eine erstmals nicht mehr utopische Ebene, gefährlich und gewinnbringend zugleich.
    Die letzten 100 Seiten habe ich am Stück gelesen, denn Elsberg konnte die vorher aufgebaute Spannung tatsächlich auflösen, ein fulminanter Actionshowdown blieb dankenswerterweise aus.
    Elsberg hat hier ein Themenfeld inszeniert, welches sicher früher oder später elementare Grundsatzdiskussionen nach sich ziehen wird, welcher sich die Menschheit stellen muss. Die Story beschreibt auch nachdrücklich den schmalen Grat, auf dem diese Thematik sich bewegen wird.
    Ich hoffe auf eine gute Verfilmung.

  • Nachwuchs nach eigenen Wünschen kreieren

    Von: ChristianeJ Datum: 7. Januar 2018

    Das Buch ist, wie die vorherigen beiden, sehr spannend geschrieben. Das Thema ist wie immer erschreckend realitätsnah. Doch kommt es an Black Out nicht heran. Dafür ist es teilweise zu langatmig.

    Dennoch werde ich das Buch ganz klar weiterempfehlen. Vielen Dank für die spannenden Stunden der Lektüre.

    Auf einen Fehler möchte ich noch hinweisen:
    Im Abschnitt auf Seite 560/561 taucht neben Linda plötzlich einige Male der Name Lisa auf. Hier sollte es wohl durchgehend Linda heißen.

  • Die Brut wird zum Verhängnis.

    Von: djojo Datum: 10. Dezember 2017

    Bei einem Vortrag in Deutschland bricht der US-Außenminister hinter dem Rednerpult zusammen. Trotz der Wiederbelebungsversuche von Dr. Jessica Roberts, Mitglied des US National Security Advisor’s Team, stirbt er noch vor Ort. Eine schnell anberaumte Obduktion bringt Haarsträubendes zu Tage. Offenbar wurde der Außenminister Opfer eines tödlichen Virus. Das Besondere an diesem Virus ist jedoch die Tatsache, dass es keine anderen Menschen befallen und umbringen konnte.

    Parallel entdecken Mitarbeiter des saudi-arabischen Konzerns ArabAgric auf Plantagen in Tansania eine extrem robuste Maissorte. Der „Armyworm“, einer der gefürchtetsten Schädlinge kann ihr nichts anhaben. Und sie scheint auch noch deutlich weniger Nährstoffe und Wasser zu benötigen als andere Sorten. Verantwortlich für diesen herausragenden Mais, der überall nur das Wunder genannt wird, machen die afrikanischen Bauern natürlich die Geister.

    Helen und Greg, seit Jahren mit unerfülltem Kinderwunsch, erhalten ein sonderbares Angebot. Angeblich gibt es inzwischen Methoden, mit welchen das Genom der geplanten Kinder bei einer künstlichen Befruchtung beeinflusst werden kann. Der Klinik-Arzt, bei dem sie eine künstliche Befruchtung planen, erklärt ihnen sie könnten sich ihr Kind quasi frei konfigurieren. Es klingt unglaublich absurd, wird aber untermauert mit angeblichen Erfolgserlebnissen aus der jüngsten Vergangenheit. Helen und Greg sind misstrauisch, aber doch irgendwie neugierig. Sie lassen sich auf eine weitere Überzeugungsveranstaltung einladen.

    „»Die Kinder leben einige Flugstunden entfernt. Ein Gratis-Wochenendtrip mit Privatjet und vor allem eine spektakuläre Zukunft für Ihre Kinder.« Sein fester Blick irritierte Helen. Greg verdrehte die Augen. »Sie würden uns für Ihren Spaß ein Luxuswochenende spendieren?«, fragte er und sah Helen amüsiert an. »Sollten wir glatt annehmen, nicht wahr, Schatz?«“ (S. 59)

    Die drei Handlungsstränge sind zu Beginn schwer unter einen Hut zu bringen. Aber ein Thema kommt immer wieder zum Vorschein: Genmanipulation. Ein Thema das seit Jahren mit Ängsten und Träumen verbunden ist. Immer wieder gibt es wissenschaftliche Ansätze Genome zu modifizieren. Indirekte und direkte. Noch scheitert die Wissenschaft an Herausforderungen wie der willkürlichen Mutationen oder dem Zufall, welches Genomelement bei einer Befruchtung von welchem Ursprungsgenom dominiert wird. Aber doch zeigt die Forschung auch in dieser Richtung Möglichkeiten auf um diese Herausforderungen zu überwinden.

    Jessica Roberts wird nach Ihrer Rückkehr in die USA mit der Untersuchung des Todesfalls des Außenministers beauftragt. Eine potentiell damit zusammenhängende Genmanipulation soll sie dabei mituntersuchen und möglichst Licht ins Dunkel bringen. Tatsächlich bringen die Untersuchungsergebnisse der amerikanischen Dienste nach und nach Hinweise auf einen Täter. Die Jagd auf ihn gestaltet sich typisch amerikanisch. Viel Krach und viel Dominanz.

    Nachdem ich durch die zugehörige App „Operation HELIX“ auf den Roman aufmerksam geworden bin, war ich doch gespannt wie stark beide Medien zusammenhängen. Und mit dem Hintergrundwissen des Buches versteht man schon deutlich besser, wovor Phil, der Protagonist in der App flieht. Wirklich notwendig ist die Lektüre aber nicht.

    Alles in allem ein spannendes Buch über eine wichtige, und leider häufig schon tabuisierte Thematik. Einziger Punkt der mich wirklich gestört hat war die Protagonistin. Selten hatte ich es mit einer so unsympathischen Person zu tun. Sie riskiert mit einem Fingerschnippen ihre Beziehung zu ihrer Familie, gleichzeitig möchte sie Heldin einer ganzen Nation, ja der ganzen Welt sein. Nicht in meiner Welt. Aber wenn man darüber hinwegsieht, kann man den Thriller von Marc Elsberg richtig genießen. Und wer kann schon wissen, wie lange die geschilderte Fiktion auch Fiktion bleibt.